«(in)visible transitions» - eine Licht- und Soundinstallation mit musikalischen Live-Interpretationen
Standort:
Botanischer Garten Universität Zürich
Montag, 30. November 2015, von 16 bis 21 Uhr, in den drei Tropenhäusern und an ausgewählten Orten im Botanischen Garten der Universität Zürich.
18:30 Uhr: Ansprachen von Corine Mauch, Stadtpräsidentin Zürich, Jean-Jacques Victor, französischer Generalkonsul in Zürich und Christoph Weckerle, Mitglied der Hochschulleitung der ZHdK.
19 – 19:30 Uhr und 20 – 20:30 Uhr: Live-Musik in den Tropenhäusern.
Glühwein und heisse Suppe vor den Tropenhäusern.
Der Eintritt ist frei.
Am Montag, 30. November, bespielt die Künstlerin Christina Della Giustina zusammen mit Musikern die drei Tropenhäuser und Teile des Aussenbereichs des Botanischen Gartens der Universität Zürich mit einer Komposition, die auf Klimadaten aus dem Wasserkreislauf von Bäumen basiert. Das Projekt „(in)visible transitions“ des artists-in-labs program wurde ausgewählt vom Institut français in Paris und ist somit offizieller Beitrag aus der Schweiz an eine Serie von weltweit stattfindenden Veranstaltungen zum Auftakt der Klimakonferenz COP21 in Paris. „Les 24h du Climat“ ist ein globales Performance-Netzwerk und soll die Öffentlichkeit für die Klimaschutzziele von COP21 sensibilisieren und engagieren. Gedämpftes, pulsierendes Licht illuminiert die Kuppeldächer. Hinter Blättern und Ästen summt ein vielschichtiger Klangteppich, während Musiker, die Bäume überblickend, zum Spiel ansetzen. Auf den schmalen Pfaden, die sich um die tropischen Pflanzen winden, tanzen Lichtpunkte wie Glühwürmchen in der Dämmerung – Christina Della Giustina erschafft in den drei Tropenhäusern und an ausgewählten Orten im Botanischen Garten poetische Welten aus Licht und Sound, die zwischen Realität und Künstlichkeit oszillieren. Sie sind ein sensibler, aber unmissverständlicher künstlerischer Kommentar zum Zustand unserer Umwelt und zu unserer Verantwortung für ihre Zukunft. Alle Elemente von „(in)visible transitions“ beruhen auf auf wissenschaftlich erhobenen Daten der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL sowie der Universität Zürich. Die Daten informieren die Forscher darüber, wie gut oder schlecht ein Baum über ein Jahr hinweg gelebt hat. Die Künstlerin interpretiert die Zahlenreihen und verwandelt sie in ein sinnliches Erlebnis.
„(in)visible transitions“ basiert auf einem Projekt, das während einer artists-in-labs-Residenz in einem WSL-Labor entstanden ist und über vier Jahre hinweg weiter entwickelt wurde. Es repräsentiert nicht nur die supranationalen Ziele von COP21, sondern bindet die Bevölkerung in die Problematik von Umweltverschmutzung und Klimawandel ein und vermittelt über die plastische Darstellung lokaler Zusammenhänge eine global gültige Perspektive. Es zeigt damit einen Handlungsspielraum auf, dessen tatsächliche Nutzung nicht alleine vom Schulterschluss weltpolitischer Entscheidungsträger abhängt: „(in)visible transitions“ steht symbolisch für die Fragilität unserer Welt, zu deren Erhalt jeder Einzelne beitragen muss.
Eine gemeinsame Veranstaltung der französischen Botschaft in Bern und des artists-in-labs program der Zürcher Hochschule der Künste. „(in)visible transitions“ wird unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds.